Die Künstlerin und das Werk
Jede große Veränderung beginnt mit einem einzigen Atemzug. Mandiohs „Be the change you want to see“ zeigt eine Frau, die ihren letzten Atemzug loslässt, nicht als Zeichen der Niederlage, sondern als Akt der Hoffnung. Die Blasen ihres Atems stehen für die Möglichkeit, die bleibt: dass schon die kleinste Handlung eine große Veränderung anstößt.
Das tiefe Blau um sie herum ist die Nordsee, ein Ort von Schönheit, Widerstandskraft und Leben; das Licht im dunklen Wasser erinnert daran, dass Hoffnung mit einem einzigen Strahl beginnt. Damit verbindet Mandioh zwei Anliegen ihrer Kunst: den Schutz der Meere und die Kraft der Weiblichkeit. Das Wandbild ist ein Aufruf, den Ozean nicht als unerschöpfliche Ressource zu sehen, sondern als lebendiges Herz, das alle Menschen auf der Erde verbindet.
Vom Werk zur Wissenschaft
Beim MURAL CITY – Beauty of Science führt Mandiohs Arbeit mitten in die Meeres- und Klimawissenschaften. Der Ozean ist keine unerschöpfliche Ressource, sondern ein lebendiges Herz, und sein Zustand entscheidet mit darüber, wie wir künftig leben. Wie eng Ozean und Klima zusammenhängen, erforscht man in Bremen seit rund vier Jahrzehnten.
In Bremen wird dieser Zusammenhang seit rund 40 Jahren erforscht. Am MARUM, dem Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen, wird untersucht, wie der Ozean das globale Klima steuert, was das Leben im Meer beeinflusst und wie er sich im Lauf der Erdgeschichte verändert hat.
Der Ozean ist für das Klima auf der Erde von entscheidender Bedeutung. Über weltweite Strömungen verteilt er Wärme, reguliert die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre und beherbergt einen Großteil des Lebens auf der Erde. Mit Forschungsschiffen und hochspezialisierter Technik untersuchen die Forscher, wie sich Wassermassen und Ökosysteme im Meer verändern, und was ihre Beobachtungen über vergangene und künftige Klimazustände verraten.
Bio
Mandioh, bürgerlich Amanda Arrou-tea, ist eine Künstlerin, deren Arbeit zwei Anliegen verbindet: den Schutz der Meere und die Kraft der Weiblichkeit. In ihren Wandbildern übersetzt sie ökologische Fragen in poetische, hoffnungsvolle Bilder.
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